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Kärbholz Überdosis Leben Tour2 +INTERVIEW am 26.10.2017 in Oberhausen

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Die liebe Sandra war wieder Unterwegs und hat für Euch den Abend zusammengefasst. Und ein wirklich tolles Interview mit den Hölzern geführt 😉

Nach einem gelungenen Tourauftakt am Mittwoch in Losheim, ging es für Kärbholz am Donnerstag nach Oberhausen. Unterstützt wurden die Hölzer wie bereits auch auf der Frühjahrstournee von „The O’Reillys and the Paddyhats.

Um 19 Uhr öffneten sich die Türen der Turbinenhalle und langsam füllte sich die Halle bis kaum noch ein durchkommen war. An den Merchandise-Ständen herrschte während des ganzen Abends reges Treiben.

Um 20 Uhr gingen in der Halle die Lichter aus und The O’Reillys and the Paddyhats betraten die Bühne. Die 7-köpfige Irish-Folk-Punk Band aus Gevelsberg eröffnete Ihre Show mit irischen Fahnen auf der Bühne und Ihrem Song „Paddyhats“. Sie heizten dem Publikum mit Liedern wie „Black Sails“ und „We all know“ ein. Die Stimmung im Publikum war fantastisch. Unter großem Beifall verließen The O’Reillys and the Paddyhats nach einer knappen Stunde die Bühne.

Nach einer kurzen Pause wurde es dann laut in der Halle und das Publikum bejubelte Kärbholz, die die Bühne betraten. Die 4 Hölzer aus Ruppichteroth brachten die Halle mit einer Mischung aus älteren Liedern wie „Wir sind die Nacht“ oder „Timmi halts Maul“ als auch Songs von dem „Überdosis Leben“ Album (Feuerräder, Ich kann es nicht ändern, In Flammen stehen und Kind aus Hinterwald) zum Toben. Bei Kind aus Hinterwald wurde Kärbholz von Mia (The O’Reillys and the Paddyhats) auf der Geige begleitet.

Auch durften Lieder wie „Für die Götter“, „Ultimativ“ und „Mein Weg“ von dem am 20.10.17 erschienen, neu aufgemachtem Album „Spiel des Lebens – Alles neu“ nicht fehlen.

Es wurde viel gesungen und gepogt an diesem Abend und so verging die Zeit im Fluge.

So gingen dann kurz nach 23 Uhr die Lichter in der Turbinenhalle wieder an.

Es war ein sehr geiles Konzert, wo jeder bei der Songauswahl auf seine Kosten gekommen ist. Und von Jung bis Alt war das Publikum an diesem Abend breit aufgestellt.

Interview:

Euer Album „Spiel des Lebens – Alles neu“ ist am 20. Oktober erschienen, ein Remake von Eurem Debütalbum. (26.04.07) Wie seit Ihr an die einzelnen Lieder herangegangen um Ihnen neuen Glanz zu verleihen?

Torben: Ja, das war eigentlich gar nicht so schwer. Wir haben uns natürlich in den ganzen Jahren weiter entwickelt, musikalisch wie auch in der Herangehensweise wie wir so einen Song aufbauen. Und mit Hilfe unserer Gesangslehrerin haben wir da auch ein bisschen rum gefeilt. Enno war natürlich auch da, unser Manager, der uns schon seit Jahren jetzt ein bisschen coached und da haben wir das ganze mal auseinander gebröselt und jeden Song noch mal einzelnd auseinander genommen und nochmal neu zusammen gesetzt. Ich glaube das ist heraus gekommen.

Henning: Im Studio, das hat natürlich auch nochmal viel gebracht.

Der Sound hat auch nochmal viel seinen Teil hinzu getan.

Adrian: Einige bzw. sehr viele Sachen sind dann auch erst im Studio passiert, wo wir vorher nicht so eine richtige Idee hatten. Es ging nicht zwangsläufig darum die Lieder zu verändern, sondern die Lieder einfach mal als neue Stücke zu betrachten. Was würden wir jetzt daraus machen? Und dass dann mit dem original zu vergleichen, ob man das dann auch so vereinbaren kann. Also es ging nicht darum, komplett neue Stücke zu machen, aber dann ist viel im Studio passiert, wo wir Ideen dann einfach probiert haben. Ein Stück das hatten wir ganz anders geprobt. Ich glaub, das ist dieses überlegt

Stefan: „Mach die Augen auf“

Adrian: Ja, „Mach die Augen auf“.

Torben: Das ist ja komplett anders geworden.

Adrian: Genau. Mach die Augen auf wollten wir ganz anders machen, aber dann gab es da irgendwie so einen Moment im Studio, „Hey, mach doch mal wie Coldplay. Diesen Coldplay Rhythmus“ und den haben wir dann da drüber. Und hey so musst das. Das ist geil.

Und so haben wir die ganze Platte im Prinzip gemacht.

War es denn einfach die alten Lieder umzuschreiben, in neuen Glanz rein zu bringen, als komplett neue Lieder zu schreiben? Oder war es eher schwieriger?

Henning: Das haben wir davor gemacht. *lacht

Stefan: Man hatte ja die Grundidee schon mal gehabt, dass war ja ein Anfang. Und den haben wir dann ausgefeilt.

Henning: Vom Arbeitsaufwand her ist es wahrscheinlich bisschen weniger gewesen und auch vom Zeitaufwand bisschen kürzer, weil ein neuer Song ist ja dann wirklich… Dann hast du eine Grundidee und fängst von null an und entwickelst den. Und der wird dann auch noch zig mal umstrukturiert, manchmal. Manchmal auch nicht. Manchmal passt es direkt. Wie Stefan sagte: „ Da steht die Grundidee. Da wollten wir das ganze dann neu strukturieren. Und das ging im Endeffekt dann schneller. Was jetzt schwieriger ist *überlegt. Keine Ahnung.

Torben: Ich muss gestehen, ich hab es mir schwieriger vorgestellt. Sagen wir mal so. Also wir hatten durch das alte Ding da gehört. Ich sag „Was willst denn da noch raus holen? Wie willst denn das noch anders machen? Du bist so fest gefahren da drin und keine Ahnung wie man das umstrukturieren kann.“ Das es für mich so gut gelungen ist, sag ich mal, hätte ich am Anfang nicht gedacht.

Gibt es für Euch so etwas wie ein Lieblingslied (von Euren Liedern)?

Adrian: Meins im Moment „Feuerräder“. Also das mach live… *haha* Erster! Also das macht Live einfach unheimlich Spaß zu spielen und ich hab das Gefühl dass es den Leuten eben auch Spaß macht und das ist Live dann auch so ein Zwischenspiel zwischen uns und den Leuten, wenn es passt. Und das passt bei diesem Song sehr gut. Es macht sehr viel Spaß, ist schön knackig.

Henning: Mir gefällt von unserer aktuellen Setlist gerade tatsächlich „Ultimativ“ am Besten, weil es einfach so richtig geil fetzt. Das geht einfach gut nach vorne. Das wechselt immer so welche Songs von uns ich gerade gut finde oder welche nicht. Bei mir hängt das viel damit zusammen wie die Live rüber kommen. Welche Energie die Live haben. Sowohl vom Spielen als auch von der Reaktion des Publikums.

Adrian: Energie war auch das Wort was ich eben gesucht habe.

Henning: Kein Thema

Torben: Bei mir ist es tatsächlich, also weil es vielleicht jetzt gerade ganz neu ist „Für die Götter“. Ich liebe das Lied. Das macht so einen Spaß diese neue Version von „Für die Götter“. Also im Studio hat das schon unheimlich Bock gemacht, aber das jetzt auch live spielen, das ist großartig. Vielleicht weil es neu ist und nicht so kaputt gehört.

Stefan: Bei mir wechselt auch ständig. Zwischen „Feuerräder“, „Für die Götter“… Das ist Tagesform abhängig eigentlich.

Wenn Ihr mal eine kreative Schaffenspause benötigt, wie lenkt Ihr Euch da am Besten ab?

Torben: Bier trinken!

Stefan: Haben wir gar keine Zeit für gehabt.

Henning: Also ich kann mich gerade echt an keine Schaffenspause erinnern in den letzten 9 Jahren.

Torben: Wir sind immer unter Strom.

Adrian: Motorrad fahren, würde ich sagen. Ist immer gut. Hilft gegen alles.

Henning: Ja dem würde ich zu stimmen.

Adrian: Oder auch Fahrrad fahren. Ich hab ja jetzt auch das Fahrrad fahren für mich entdeckt. Aber auch nur weil es mittlerweile auch Fahrräder mit Elektromotoren gibt und ich dann eben nicht an sportlichen Ehrgeiz denke. Lieber zu wenig sportlichen Ehrgeiz als das ich normales Fahrrad fahren würde bei uns in der Gegend. Aber jetzt so, dieses neumodische Fahrrad fahren gefällt mir sehr gut. Und kriegt man auch freien Kopf.

Henning: Kurze Campingtrips sind auch immer gut um den Kopf frei zu kriegen. Eigentlich.

Stefan: Ja so 2 Stündchen mach ich das auch gerne.

Henning: 2 Stunden nach Holland campen.

Torben: Alles aufgebaut. Boah ist das langweilig. Ich fahr wieder nach Hause.

Was macht Ihr am Liebsten zusammen in Eurer Freizeit?

Henning: Bier trinken!

Stefan: Bier trinken!

Torben: Zusammen Bier trinken und musizieren. Definitiv ja! Freizeit! Das ist …

Stefan: … so eine Sache

Henning: … ein Codewort bei mir.

Adrian: Da hast du einen wunden Punkt erwischt.

Torben: Oh ja, einen ganz wunden Punkt.

Henning: Jeder von uns ist berufstätig, das heißt neben unseren Beruf machen wir die Musik. Das heißt, das ist unsere Freizeit. Und das heißt, wir musizieren zusammen in unserer Freizeit oder trinken Bier. Wenn Kirmes ist oder Weihnachtsmarkt.

Stefan: Ich merk gerade, ich hab erschreckend wenig Hobbies. Außer Motorrad fahren und Fahrrad fahren.

Stefan: Zocken!

Adrian: Wir sind nämlich stolze Besitzer von Playstations. Ab und zu mal…

Torben: Playstationssss! Betonung liegt auf dem s.

Adrian: Fußball gegeneinander spielen. Man kann sich richtig hassen. Man kann sich wenigstens mal richtig aufregen. Bei Fifa gibt es keine Freunde.

Henning: Also Adrian ist unser Zockerkönig und lange Jahre war er ungeschlagen in Fifa und dann wurde er einmal geschlagen. Und zwar von mir…

Adrian: Können wir jetzt mal die Aufnahme stoppen?

Torben: Da ritzt er sich heute noch wegen.

Henning: Da wurde er dann auch bös. Das ist immer sehr lustig. Wenn du gegen Adrian zockst und alles ist lustig. Aber wenn du 2 Tore in Führung liegst, dann wird er ganz still und hoch konzentriert.

Adrian: Ja das ist ja auch kein Spiel.

Eure Herbsttour hat jetzt gerade begonnen. Wann und wo kann man Euch das nächste mal Live erleben?

Adrian: Zu der Tour schaut man am Besten im Internet. Und dann ist das Jahr auch schon fast um und dann haben wir ja noch unsere schönen „Kärbholz Tage“

Henning: Im Winter Heimspiel

Adrian: Was allerdings schon ausverkauft ist.

Stefan: Nein für Freitag gibt es noch ein paar Karten. Zumindest zum heutigen Datum noch.

Torben: Der Samstag war wie verhext.

Henning: Ene mene mei, weg sind die Tickets hex hex

Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen auf der Bühne stehen?

Henning: Mit Adrian, Torben und Stefan.

Adrian: Mit Chuck Ragan. Der ist großartig. Den würde ich mit der Gitarre sehr gerne mal begleiten.

Henning: Ich würde gerne so eine klassische Oper mal mit meinem Schlagzeug begleiten. Keine Ahnung, da müsste ich mir jetzt länger meine Gedanken drüber machen.

Torben: Wenn es aus meiner sängerischen Sicht wäre… Ich war letztes Jahr auf einem Udo Lindenberg Konzert und ich war unglaublich neidisch auf die ganzen Leute die mit Ihm auf der Bühne gesungen haben. Ich wäre auch so gerne da oben gewesen. Und hätte ein Liedchen gesungen. Ja doch, mit Udo könnte ich mir sehr gut vorstellen einen Song zu machen. Großer Mann!

Henning: Ich glaub ich wüsste doch noch wen. Ich würde gerne mit End of Green, eine ganz tolle Deutsche Gothik-Rock Kapelle oder mit Janus. Die mal begleiten, womit auch immer. Es würde Euch tatsächlich auch gefallen.

Was war euer lustigstes oder auch peinlichstes Erlebnis als Band?

Adrian: Auf dem Ebbe-Rock 2011/2012. Ich hab es schon so weit verdrängt. Auf jeden Fall war ich so sternhagel besoffen. Das ich zwar gemerkt habe, das ich total besoffen bin und das ich auch echt Scheiße spiele. Ich wollte das auch ändern, aber mein Körper hat das überhaupt nicht mitgemacht. Und dann hab ich die Gitarre fallen gelassen. Ich hab die auch nicht mehr aufheben können. Und es waren irgendwie 600 Leute da, die mit staunendem, fest gefrorenen offenen Mündern vor der Bühne gestanden haben und ich hätte mir am liebsten den Spaten genommen und hätte mich irgendwo verbuddelt. So hab ich mich geschämt.

Torben: Es waren zwar nur 5 Sekunden, aber ich glaube Dir kam es wie eine Stunde vor.

Adrian: Das war unfassbar peinlich. Ich wäre am liebsten weggelaufen.

Henning: Ich kann mich an ähnliches Ereignis erinnern, das ist aber eher lustig. Das war eins meiner ersten Konzerte und der verdammte Veranstalter hat mich so was von mit Jägermeister abgefüllt. Wir haben das Konzert über die Bühne gebracht. Stefan, Adrian und ich von der Bühne runter „Boah voll geil!“ Torben kommt runter „Was war das denn für ne Scheiße?“. Das war in der Schilda Halle hier in Oberhausen.

Torben: Du hast Deines doch hier in der Turbinenhalle, Stefan?

Stefan: 1 ½ Stunden lang aaaa gespielt. Wo ich kein anderen Ton mehr konnte.

Torben: Die Leute sind wirklich raus gegangen, weil sie es nicht mehr aushalten konnten. Da habt Ihr Euch auch abgeschossen. Das war herrlich.

Welche Ideologie steht hinter Eurem kreativen Schaffen? Wenn ich Euch nach einer Messsage frage, die an die Welt da draußen gehen soll, welche wäre das?

Adrian: Habt weniger Ideologien.

Torben: Das hast du dir doch schon Wochen vorher ausgedacht. Das kam ja wie aus der Pistole geschossen.

Adrian: Also bei der Frage. Das war ja schon praktisch in den Mund gelegt.

Wie sieht bei Euch ein typischer Tourtag aus?

Henning: Es wird sehr viel gewartet.

Torben: Man braucht als Musik sehr viel Geduld an solchen Tagen.

Henning: Wir warten darauf, dass wir ankommen. Dann warten wir darauf dass der Herr Ingo aufgebaut hat. Dann warten wir auf den Soundcheck. Dann warten wir aufs Essen. Dann warten wir auf die Show.

Torben: Dann warten wir aufs Bett.

Stefan: Erst aufs Bier.

Henning: Ja erst aufs Bier.

Adrian: Wenn wir uns aufraffen können, dann gucken wir uns Nachmittags… Wir haben ja Zeit. Sehr viel Zeit. Wir haben ja den netten Ingo und seine Kollegen dabei, die dann auch tatsächlich das Zeug für uns aufbauen, weil wir…

Henning: …Schweine faul sind!

Adrian: … und ich bin auch gut drin, mich rein zu verklemmen. Ich muss Metall eigentlich nur angucken, dann tu ich mir schon weh. Und wenn wir in einer Stadt sind, die wir noch nicht kennen, dann googeln wir, ob es irgendwo einen netten Laden gibt, wo man hingehen kann. Oder gucken uns die Stadt auch mal an.

Henning: Heute waren wir zum Beispiel im Centro.

Wie bereitet Ihr Euch auf Eure Auftritte vor?

Adrian: Einen Motivations-Schnaps trinken.

Torben: So jeder ne Pulle.

Adrian: Nein, jeder nur so ein Lippen Anfeuchter. Das haben wir jetzt immer so gemacht, dann wissen wir so jetzt gleich geht es los. Uns wurde gesagt, wir sollten doch bei unseren Auftritten relativ nüchtern sein und das haben wir uns zu Herzen genommen. Gerade nach solchen Eskapaden. Wir hatten schon unsere Joker Abende. Quatschen dann nochmal die Setlist durch, damit wir auch zusammen spielen und das gleiche am Besten.

Henning: Mit dem Umziehen geht es los. Dann weißt du, geht es so langsam Richtung Bühne. Dann bereitet man sich auch Mental darauf vor. Motivations-Schnaps…

Adrian: Und ich geh aufs Klo, weil ich aufgeregt bin.

Wie sieht Eure Planung für das kommende Jahr aus?

Henning: Ja haben wir. Auf jeden Fall mal bisschen kreativ sein. Erst eine Runde Moped fahren und dann kreativ sein. Viel mehr kann man da jetzt auch noch nicht zu sagen. Wir werden auf jeden Fall ein paar Mal live spielen. Und werden schauen, dass uns musikalisch auch noch ein bisschen was einfällt. Was wir daraus machen, das werden wir dann sehen.

Dann bedanke ich mich bei Euch für das Interview. Habt Ihr noch ein letztes Wort an die Hörer?

Stefan: Wir haben eigentlich immer eine Frage die wir unseren Hörern stellen. Woher kommen eigentlich die Sonnenflecken?

Adrian: Und habt weniger Ideologien

Torben: Rock’n’Roll Freunde!

Text und Fotos : Sandra.S

 

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